, Carmen Kober

Jahresbericht Muki Vaki Turnen 2007

Das Muki/Vaki Jahr 2007 hat für mich mit unerfreulichen Nachrichten begonnen. Anita Mörtl hat an der GV ihren Rücktritt bekannt gegeben und nach nur einem Jahr Leiterin Muki/Vaki Turnen in Lufingen stand ich alleine da. Mit Inseraten im Mitteilungsblatt und Internet, Aushängen in Lufingen und Embrach sowie mit viel Mund zu Mund-Propaganda habe ich mich auf die Suche nach einer neuen Kollegin gemacht. Leider ohne Erfolg! Nur zwei Personen haben sich interessiert, konnten jedoch aus unterschiedlichen Gründen doch nicht zusagen. Es war ein kleiner Trost als ich aus der Zeitung vernahm, dass das Problem nicht nur in Lufingen aktuell ist. Immer mehr Vereine haben Schwierigkeiten ihr Angebot weiter zu führen, weil sie keine Leiter/innen mehr finden.

In der kurzen Zeit als Teilnehmerin mit meiner eigenen Tochter und als Leiterin habe ich jedoch erfahren, wie wertvoll das MuKi/VaKi Turnen ist und wie viel Freude es allen beteiligten macht. Und da habe ich mich entschlossen: „Das MuKi/VaKi Turnen in Lufingen darf nicht sterben!" Dieses Jahr werde ich es also alleine in die Hand nehmen und hoffe, dass ich für die nächsten Jahre wieder jemand motivieren kann.

Die Turnstunden durch den Winter, Frühling und Frühsommer waren spannend, lustig, aber auch anstrengend. Nicht selten klagten die Mütter und Väter über Muskelkater an Stellen an denen sie doch gar keine Muskeln hätten. Von den Kindern haben wir nie ein Jammern gehört. Im Gegenteil, die Augen leuchteten am Anfang jeder Stunden, wenn wir im Kreis sassen und in das Thema einführten. Die Fortschritte waren enorm und die Gruppendynamik spornte alle an über sich hinaus zu wachsen. Der letzte Höhepunkt dieses MuKi/VaKi Turn-Jahres war unser Abschlussturnen. Petrus meinte es gut mit uns und wir konnten unsere Party am „Chloschtergumpen" feiern. Nach dem Postenlauf war die Glut bereit und das mitgebrachte Grillgut konnte aufgelegt werden. Wie immer wurde viel gelacht und wir haben das Beisammensein genossen.

Nach den Sommerferien habe ich wie üblich das Inserat geschaltet und unter den Teilnehmern vom letzten Jahr waren die ersten Plätze schnell verteilt. Es hat sich wohl herumgesprochen, dass nur noch wenige Plätze frei sind und so musste ich mir Ende September wieder die Frage stellen, ob ich einigen Teilnehmern absagen, oder die Gruppe wie letztes Jahr vergrössern soll. Trotz „Handycap", dem Chränzli, habe ich mich entschieden, 14 Muki-Paaren, wovon zwei mit zwei Kindern dabei waren, zu zu sagen. Nein sagen ist sooo... schwierig und zählt auch nicht zu meinen absoluten Stärken. Ach ja, die andere Herausforderung ist ja das Chränzli!

Wir haben also nach den Herbstferien unser Turnjahr 2007/2008 frisch fröhlich mit einer „Bestandesaufnahme" begonnen, und das war auch das einfachste an der ganzen Sache. Es sind wieder viele neue Gesichter und Charakteren dazuge-kommen die genauso gespannt auf's Muki/Vaki-Turnen waren, wie ich auf ihre natürlichen Fähigkeiten. Was anschliessend folgte kann man ungefähr so zusammen fassen: „ Die Bühne ist zu klein, die Musik ist zu schnell, die Übungen sind zu schwierig, aber wir werden es schon schaffen!" Wir haben geübt und die Kinder wie auch die Mütter und Väter haben mit viel Geduld, Ausdauer, Hartnäckigkeit, Professionalität, Ehrgeiz, Toleranz und Freude das geschafft, worauf wir auf jeden Fall stolz sein werden. - Zusammen ein tolles Projekt auf die Beine gestellt! Wie es am 18./19. Januar 2008 ankommen wird, ob wir das Publikum genauso begeistern können wie wir es selber sind, werde ich bestimmt im nächsten Jahr berichten.

Viel Erfolg mit dem Chränzli 2008!

Carmen Kober
Leiterin Muki-/Vaki-Turnen